Das Trophoektoderm ist das Gewebe der Blastozyste, das am 5.-6. Tag der Embryonalentwicklung entsteht. In diesem Stadium können aus dem Trophoektoderm mehrere Zellen (in der Regel 5-8) zur genetischen Untersuchung entnommen werden. Die größere Menge entnommenen Materials (im Vergleich zur Entnahme von Polkörperchen oder Blastomeren) gewährleistet eine höhere Erfolgsrate der genetischen Untersuchung.
Aus dem Trophoektoderm entsteht später während der Schwangerschaft die Plazenta, sodass die Biopsie keinen Eingriff in das Gewebe des zukünftigen Fötus darstellt. Aus diesem Grund wird die Biopsie des Trophoektoderms als die schonendste Entnahme eines embryonalen Musters angesehen, bei der keine Verringerung der Lebensfähigkeit des Embryos beobachtet wurde.
Die Untersuchung der Trophoektoderm-Biopsie ist derzeit in unserem Labor das standardmäßige und am häufigsten durchgeführte Verfahren der PGT.

